Sonntag, 26. Februar 2017

Nur du und dein Pferd


Stell Dir vor, Du lebst mit Deinem Pferd (oder Deinen Pferden) ganz allein auf einer einsamen Insel.

Es gibt kein facebook.
Es gibt keine Videokamera und keinen Fotoapparat.
Es gibt auch kein Handy.
Es gibt keine Turniere, keine Shows mit Pferden und keine Messen.
Es gibt keine Uniformen und keine Marschmusik.
Es gibt keine Reitvereine.
Es gibt keine Mitreiter. Niemand bewundert Dich, niemand kritisiert Dich.
Es gibt keine "Wie süüüßßßß"-Schreier, wenn Dein Pony ein Kunststück macht.
Es gibt keinen Applaus für die Piaffe. Niemanden interessiert, was Du mit Deinem Pferd machst.
Es gibt keine Reitsportläden.
Es gibt keine Reitlehrer und keine Reitschüler.


Wie würdest Du Deine Zeit mit Deinem Pferd verbringen? So wie jetzt?

Wenn Du "ja" sagen kannst, hast du die Basis gefunden.








Montag, 5. Oktober 2015

Neugierig?

Als ich siebzehn Jahre alt war, dachte ich, ich kann reiten und wenn mir jemand das richtige Pferd  geben würde, könnte ich Olympiasiegerin werden....

Zum Glück hat sich meine Einstellung ziemlich schnell geändert und zum Glück gab mir damals niemand ein Pferd für Olympia. Ich hätte es zuschanden geritten und nicht so viele tolle Erfahrungen gemacht, wie ich sie bis jetzt auf meinem Weg mit Pferden und Menschen machen durfte.



Aus reiner Neugierde beschäftigte ich mich mit der alten chinesische Kampfkunst  und ich war begeistert, wie passend die Erkenntnisse der alten Meister für das Reiten sind.

Seit zwei Jahren biete ich  den Onlinekurs "Besser reiten mit Tai Chi, Qigong und Mentaltraining" sowie dazu passende Workshops für Menschen und ihre Pferde an.

Viele Reiter belächeln das Projekt und sind nicht neugierig, über 400 andere haben es ausprobiert und ich bekomme immer wieder tolle Feedbacks.
Das freut mich sehr.

Die häufigsten positiven Erfahrungen entsprechen auch meinen persönlichen Erfahrungen:

Man fühlt sich sicherer auf dem Pferd und kann auch kritischen Situationen mit einem lässigen Lächeln begegnen.

Man findet auf dem Pferd eine innere Ruhe, welche die Wahrnehmung der Pferderbewegungen deutlich verbessert.

Man kann ungewollte Bewegungen auf dem Pferd vermeiden, dadurch wird die Hilfengebung deutlicher und die Kommunikation mit dem Pferd klarer. 

Zuschauer bestätigen eine  deutliche Verbesserung des Gesamtbildes,  können aber nicht direkt sagen,  was genau anders ist.

Reiten macht noch mehr Spaß

Anlässlich des kleinen 24 Monate Jubileeums biete ich neugierigen Reitern  an, die erste Lektion des Onlinekurses für den Sonderpreis von 9,90 Euro auszuprobieren.
Wer danach weiter machen möchte, bezahlt den Normalpreis, wobei die 9,90 Euro natürlich angerechnet werden. 


Bei Interesse bitte einfach Email an bruns@fehrenbruch.de

Alle Infos zum Projekt: www.reiterfitness.de
.................................................................................................................................................................

Weiterhin biete ich natürlich auch in 2016 alle gewohnten Workshops an:

z.B.: Besser reiten mit Tai Chi, Qigong und Mentaltraining
z.B.: Das Zusammenwirken von Reiter und Pferd besser verstehen mit Physio-Riding
        www.physio-riding.de
z.B.: Praktische Wege aus der Angst auf dem Pferd
z.B.: Lernen mit positiver Bestärkung / Einführungsseminare Clickertraining
z.B.: Bodenarbeit und Langzügelarbeit auf tierphysiotherapeutischer Basis

u.v.m.

Beit Interesse bitte einfach melden!


PS: Im Großraum Hamburg - Bremen können auch kurzfristig noch Abendveranstaltungen in diesem Jahr vereinbart werden!

Donnerstag, 23. Juli 2015

Übungen für Mobilität bei Stabilität

Gutes Reiten ist wie gemeinsam tanzen.
Nur muss man sich bewusst machen, dass zwischen den Tanzpartnern ein sehr ungleiches Kräfteverhältnis herrscht. 
Wenn der Reiter mit der Energie des Pferdes tanzen möchte, braucht er eine gute Körperstabilität.
Ist der Reiter schwach, macht er sich auf dem Pferd steif und der schöne Tanz wird zum unschönen Kraftakt. 

Will der Reiter harmonisch in der Bewegung sitzen, die Versammlung mit seiner Beckenbewegung steuern und auch in schwierigen Situation (plötzliches Scheuen) dem Pferd nicht schmerzhaft in den Rücken "knallen", braucht er eine sehr hohe Beckenbeweglichkeit bei gleichzeitig gut ausgebildeter Haltemuskulatur. 

Die alte Kampfkunst Tai Chi  hilft uns, diese Eigenschaften zu trainieren. Eine besonders effektive Erweiterung bietet diese kleine Übung:


Die Durchführung:
1. Stell dich hüftbreit gerade und gut ausbalanciert hin. 
2. Führe eine weiche, gut dehnbare, Bandage um deine Lendenwirbelsäule. Falls keine Hilfsperson da ist, kannst du die Bandage auch einfach an einem Weidepfosten befestigen. 
3. Jetzt geh langsam in eine Sitzposition und drücke gleichzeitig mit der Lendenwirbelsäule gegen die Bandage. 
ACHTUNG! Du sollst dich nicht in die Bandage lehnen, dein Stand muss im Gleichgewicht bleiben! 
Beliebig oft wiederholen.

Diese Übung hilft dir bei folgenden Problemen:
- Immer wieder Stürze (oder Fast-Stürze) bei plötzlichen unvorhergesehenen Bewegungen des Pferdes
- Nicht sitzen können  in den Lektionen der Versammlung (z.B. Passage, Trabverstärkung, Traversale),
- Das Pferd nur mit Hilfe von Schenkeln und Zügeleinwirkung versammeln und steuern können,
- Sich immer wieder auf dem Pferd ungewollt steif machen (klammern mit den Beinen, Absätze hochziehen, Kopf wackeln, unruhige Hände)

***

Eine weitere effektive Übung speziell für das Reiten von Seitengängen sieht so aus:



Die Durchführung:
1. Stell dich in den korrekten Bogenschritt 
   (Achtung! Auch beim hinteren Bein nicht das Knie nach innen sacken lassen, die Hüftgelenke         
    öffnen!)
2. Schlinge die Bandage um eine Schulter. 
3. Schiebe mit der Hand einen imaginären "schweren Schrank"  von dir weg.
Das Becken bleibt gerade, in der Taille findet eine leichte Drehbewegung statt.
ACHTUNG! Du sollst dich nicht in die Bandage lehnen, dein Stand muss im Gleichgewicht bleiben! 
Auf beiden Seiten beliebig oft wiederholen. 

Diese Übung hilft dir:
- Seitengänge (Schulterherein, Traversalen) zu reiten, ohne  mit Schenkeln, Absätzen, Sporen und Zügeleinsatz hantieren zu müssen
- Wendungen ausschließlich durch Körperdrehung auszuführen
- gegen das Einknicken in der Hüfte
- für eine gut ausbalancierte Körperhaltung bei leichter, weicher Zügelhand im Galopp auch bei schwierigen Lektionen (z.B. Pirouetten)

***


 !!!!Sommerferienaktion!!!!

Den kompletten Onlinekurs Besser Reiten mit Tai Chi, Qigong und Mentaltraining 
gibt es für alle, 
die den Sommerurlaub statt einer Reise  für einen 
intensiven Tai Chi Kurs
im Garten oder auf dem Balkon nutzen möchten, 
bis zum 31.08.2015 zum Sonderpreis für 
85,00 Euro

Weitere Infos hier www.reiterfitness.de
Bei Fragen schickt mir gerne eine Email an bruns@fehrenbruch.de






Montag, 24. März 2014

Mut für den eigenen Weg

Kennt jemand die Geschichte der Möve Jonathan?

Der Roman „ Jonathan Livingston Seagull “ von Richard Bach aus dem Jahre 1970 beschreibt das Leben der Möwe Jonathan, die sich durch ihre individuelle Lebensweise von ihren Artgenossen abhebt. Jonathan  strebt Perfektion im Fliegen an und wird daher von den anderen Möwen ausgegrenzt. Jonathan will leben, um zu fliegen. Er will über den Durchschnitt hinaus und das Außerordentliche erfahren. Weil er aber damit „gegen die Würde und die Traditionen der Möwensippe“ verstößt, wird er vom Ältestenrat des Möwenschwarms verbannt.

Die Geschichte wurde verfilmt und die Filmmusik von Nil Diamond ist weltberühmt.

Heute rief mich eine Frau an und sagte lachend: „Endlich habe ich mich getraut, deine Bücher zu lesen.“
Ich fragte: „Wieso getraut?“, und sie sagte: „Na ja, ich wusste nicht ob ich diese ganzen Zusammenhänge wissen will, schließlich kann ich dann nicht so weiter machen, wie bisher.“
Ich sagte: „Ja, und was wäre daran schlimm? Ein neuer Weg macht doch vielleicht viel mehr Spaß als der alte.“
Sie stöhnte: „Ja, ja, aber man ist ja leider nicht allein im Stall.“

Ich wünsche jedem Reiter den Mut, den Weg zu gehen, der sich für ihn gut anfühlt. 
Es lohnt sich, ich spreche da aus Erfahrung.




Alles über die Ausbildung zum PHYSIO-RIDING Coach:
www.physio-riding.de

Alles zur Ausbildung Tierphysiotherapie:
www.deutsche-tierphysiotherapeuten.de

Zum Onlinekurs "Besser reiten mit Tai Chi, Qigong und Mentaltraining":
www.reiterfitness.de




Donnerstag, 10. Oktober 2013

Von Provokation, Aggression und Bällen, aus denen man die Luft raus lassen kann....

Wir Menschen lernen von Kindheit an, dass es eine Rangordnung gibt. Auch bei den Tieren erkennen wir diese Rangordnung und versuchen, Sie für unsere Zwecke zu nutzen.

Es ist immer gleich: 
Zwei Wesen treffen aufeinander. Einer will der Chef sein und um auszuprobieren, ob er das auch kann, provoziert er den anderen.
Tagtäglich sind wir mit Provokation konfrontiert und müssen uns entweder unterwerfen oder kämpfen oder wir sind diejenigen, die als erstes provozieren um gar nicht erst den anderen auf die Idee kommen zu lassen, das wir uns unterwerfen würden. Es beginnt beim einsteigen in die U-Bahn, geht weiter im Büro mit Kollegen und Chef und endet am Abend im Zusammensein mit meinem Pferd.

Waren es in der Urzeit eher die körperlichen Auseinandersetzungen, sind es heute vor allem die verbalen Provokationen, mit denen wir „zum Kampf“ herausgefordert werden.

Muss das so sein?

Wenn ein prall gefüllter Ball auf harten Fußboden trifft, gibt es einen Knall und einen Energie geladenen Aufprall. Wenn der prall gefüllte Ball in eine weiche Sandgrube fällt, passiert nichts.
Andersrum kann auch nur der harte Ball auf dem harten Fußboden für einen Aufprall sorgen, lässt man die Luft raus und wirft den weichen Ball auf den harten Fußboden passiert auch nichts.

Die harte Energie eines Angreifers braucht immer einen Gegenspieler um wirksam sein zu können.
Wenn die harte Energie eines Angreifers keinen Gegenspieler findet, gibt es keinen harten Zusammenprall und die böse Energie verflüchtigt sich ohne Wirkung.

Wenn ich als Mensch mit Provokation durch einen Menschen konfrontiert werde, kann ich entweder „hart“ sein und es kommt zur Konfrontation, zum Zusammenprall, zur Aggression oder ich kann „die Luft rauslassen“, weich sein und der Gegner schleudert seine Energie ins Leere.
Wenn der Gegner merkt, dass er seine Energie sinnlos verplempert, wird auch er weich, denn Härte ist anstrengend und niemand strengt sich lange an ohne damit etwas zu erreichen.

Wenn Menschen und Pferde auf einander treffen sind immer (wenn auch oft unbewusst) die Menschen die Provokateure und die Pferde werden gezwungen sich zu verteidigen. Hierdurch treffen Energien aufeinander, die zu Aggression und Konfrontation, zum „Kräfte messen“ werden.

Diese Art des Zusammenlebens unter ständiger Provokation und Konfrontation im täglichen Leben und im Zusammenleben mit den Pferden ist sehr anstrengend und nicht wirklich angenehm.

Die Philosophie der chinesischen Kampfkunst sagt:
Je weicher – im physischen und psychischen Sinne – ich den Menschen und Tieren in meiner Umgebung begegne, desto weniger muss ich kämpfen um mich zu behaupten und das macht das Leben leichter, da ich sehr viel Energie spare.

Ganz wichtig ist hierbei das Wissen aus dem Mentaltraining:
Körper und Geist bilden immer eine Einheit und beeinflussen sich gegenseitig in beide Richtungen.
Also: Wenn mein Geist provoziert, wird mein Körper fest und hart. Wenn mein Körper fest und hart ist, ist auch mein Geist in Kampfstimmung.
Wenn mein Körper weich ist, wird auch mein Geist weich und friedfertig.

Dies ist einer der wichtigsten Gründe, warum man sich nach den Tai Chi Übungen so wohl fühlt, mit anderen Menschen besser klar kommt und auch mit seinem Pferd so toll harmonieren kann.

Je weicher ein Mensch mit einem Tier umgeht, desto weicher und williger wird das Tier.

Das betrifft den Umgang insgesamt aber auch jede Menge einzelne Faktoren. 
Beispiele: Je weicher meiner Hand am Pferdemaul ist, desto weicher ist auch das Pferd mit seiner Muskulatur im Hals und Maul. Je weicher ich mein Pferd zum folgen auffordere, desto weicher und williger folgt es mir, weil wir beide uns miteinander wohl fühlen können. je weicher ich sitze, desto weicher ist auch der Pferderücken. u.v.m.

..................................................................................................................................................................

Dieses Thema ist Bestandteil eines der Module des Onlinekurses "Besser reiten mit Tai Chi, Qigong und mentalem Training". Alle Infos auf www.reiterfitness.de

Alle Infos zum PHYSIO-RIDING und zur Ausbildung zum PHYSIO-RIDING Coach sind zu finden unter www.physio-riding.de

Dienstag, 13. August 2013

Wie lange nehmen Sie schon Reitunterricht? ...und wie viel haben Sie gelernt?


Die unsichtbare Schranke zum "Künstler sein" auf dem Pferd

Kennen Sie das? Sie arbeiten diszipliniert mit ihrem Pferd, nehmen Unterricht, reiten auf Lehrgängen mit und lesen Fachbücher und trotzdem, trotz aller Mühe wird es irgendwie nicht so richtig schön, nicht so, wie sie es sich eigentlich damals vorgestellt hatten, als der Traum Reiten zu lernen noch ein nicht verwirklichter Traum war.

Vielleicht ändern sie auch die Reitweise oder die Ausbildungsmethode und gehen neuen Mutes auf den Weg zur Reitkunst und wieder stoßen sie irgendwann an diese verfluchte unsichtbare Schranke und es geht einfach nicht weiter.

Sie träumen davon mit dem Pferd eine Einheit zu sein, sie träumen davon, ihrem Pferd zu vertrauen, sie träumen davon mühelos in wunderbarer Haltung auf dem Pferd zu sitzen, wie man es doch so oft sieht....

Aber er klappt nicht.  Sie kommen einfach nicht weiter. Und je mehr sie daran arbeiten, desto mehr verkrampfen sie innerlich und äußerlich und irgendwie ist eigentlich nichts so, wie sie es sich eigentlich damals erträumt haben.....

Was ist anders bei diesen Menschen, denen die Reitkunst "in die Wiege" gelegt wurde,  was ist anders bei diesen Menschen, die einfach so reiten lernen und kontinuierlich immer besser werden?

Ich behaupte, dass 9 von 10 Reitern nicht zur Perfektion finden, weil ihre persönliche unsichtbare Schranke die Angst ist. 

So viele?

Menschen, die gut reiten können, haben keine Angst davor, vom Pferd zu fallen. Häufig sind es Menschen, die bereits als kleines Kind mit dem Pony über die Wiesen galoppiert sind und wenn sie unten lagen eben wieder aufgestiegen sind. Na und? Sie sind selbstsicher und zuversichtlich, weil sie immer gute Erfahrungen gemacht haben. Ihr Glaube an sich selbt ist gefestigt. 

Das kann man aber nicht erzwingen, die meisten Reiter leben in einem Teufelskreis:
Angst macht unsicher und Unsicherheit macht Angst. 

Es ist nicht nur die direkte und ehrliche Angst sondern es ist vor allem die versteckte Angst, die man verdrängt hat, an die man sich gewöhnt hat und die man unbewußt tagtäglich überspielt. Der Körper kann nicht lügen oder verdrängen, der Körper ist in der Angsthaltung gefangen, auch wenn man das nicht direkt spürt.
Oft ist es auch nicht die Angst vor dem Pferd sondern die Angst vor anderen Menschen und deren Meinung. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und wer das Reiten nicht lernt, fühlt sich auch schnell vor den anderen Reitern als Versager.
Oft ist es die Angst vor den viel zu schnellen Lernschritten, die von den Mitreitern oder Lehrern erwartet werden und Mensch und Pferd überfordern..
Ja - und oft ist auch die Angst vor dem unbekannten Wesen - oder kennen Sie ihr Pferd wirklich?

Aber einer der wichtigsten Gründe ist der, 
dass eine begründete Angst da ist, weil man sich selber richtig einschätzt und weiß, dass man nicht sportlich genug ist, um sich ungezwungen der Pferdebewegung anpassen zu können.

Sobald Angst da ist, egal aus welchen Gründen - wird man von den eigenen Urinstinkten und Reflexen dazu gezwungen sich auf dem Pferd festzuhalten und / oder festzuklammern und sobald man das macht, ist gutes Reiten unmöglich. Willenskraft kommt dagegen nicht an, das wissen alle, die bereits lange gegen ihre Angst kämpfen. 

Die chinesische Kampfkunst Tai Chi und die Übungen aus dem Qigong sehen nicht nur sehr ästhetisch aus sondern sie sind für Reiter ein Weg, die Angst durch Förderung der körperlichen Fähigkeiten und durch Förderung der mentalen Fähigkeiten aufzulösen.

Wer Tai Chi praktiziert, trainiert äußerst effektiv das System der Haltemuskeln seines Körpers. Hierdurch findet man sicher in sein persönliches Gleichgewicht und kann dieses auch ganz selbstverständlich während der Pferdebewegung halten. Ein wunderbares Gefühl!

Wer Tai Chi praktiziert, wird ruhig im Geist. Gelassenheit stellt sich ein. Das Leben mit dem Pferd findet wieder die einfachen Wege der natürlichen Kommunikation ohne die ganzen störenden "Nebengeräusche".

Unser Denken und unsere Gefühle zeigen wir mit unserer Körpersprache. Tai Chi praktizierende Menschen zeigen sehr schnell eine Körpersprache, die die Instinkte anderer Menschen und die Instinkte der Pferde positiv anspricht. Die Tiere finden schnell Vertrauen und werden zu zuverlässigen Partnern.

Die unsichtbare Schranke hebt sich und der Traum  wird wahr.

NEUER ONLINEKURS 
"Besser reiten mit Tai Chi, Qigong und mentalem Training"
Investieren Sie 10 - 20 Minuten täglich und Sie werden bereits nach wenigen Wochen deutliche Veränderungen spüren und sich immer besser fühlen.


Bitte besuchen Sie www.reiterfitness.de
Aus- und Fortbildungsangebot für engagierte Reiter und Ausbilder im Pferdesport:

Ausbildung zum PHYSIO-RIDING® Coach
Die Ausbildung des Reitlehrers hat sich in den letzten 100 Jahren den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die physiologischen Vorgänge im Körper zu wenig angepasst. Der PHYSIO-RIDING® Coach ist ein innovativer Reitlehrer, der über diese Kenntnisse verfügt. Basisausbildung als Fortbildung per Fernkurs möglich.Vom Bzt e.V. zertifizierte, patentrechtlich geschützte Berufsbezeichnung.
Bitte besuchen Sie www.physio-riding.de

Fortbildung „Besser reiten mit Tai Chi, Qigong und mentalem Training“
Neuer Onlinekurs ab September 2013 mit Fortbildungszertifikat des PHYSIO-RIDING®
Umfassende Informationen finden Sie auf www.reiterfitness.de



Dienstag, 2. Juli 2013

Habe ich eine weiche Reiterhand?

Wenn wir Reiter beobachten, können wir auf den ersten Blick eine sehr rohe ruckartige Einwirkung der Hand von einer ruhigen Hand mit wenig deutlicher Einwirkung unterscheiden.

Nicht richtig ist es, eine ruhige Hand auch automatisch als weiche Reiterhand zu beurteilen.

M. trapezius, M. deltoideus, M. pectoralis, M. levator scapulae, M. splenius, M. teres minor und M. teres major, M. biceps brachii, M. brachialis, M. flexor digitorum, M. extensor digitorum, M. extensor radials, M. extensor carpi radialis, M. flexor carpi radialis, M. brachioradialis, M. anconeus …......
Dieses sind alles Muskeln die in unserem Arm aktiv sind, wenn wir einen Zügel halten. Dazu kommen noch alle Muskeln in der Hand und den Fingergelenken, die ich hier nicht mit aufgeführt habe.

Alle diese Muskeln müssen miteinander harmonieren, wenn weiche und harmonische Gelenkbewegungen stattfinden.

Wollen wir uns das ganze vereinfacht ansehen. Auf dem folgenden Bild sehen wir an jedem Gelenk große und kleine Muskeln, die für die Stabilität und Bewegung eines Gelenkes zuständig sind.
Wenn ein Gelenk gebeugt wird muss ein Muskel anspannen (rot eingezeichnet) und ein Muskel muss sich dehnen lassen (grün eingezeichnet) und einige weitere Muskeln drum rum (gelb eingezeichnet) halten eine relative Muskelspannung um trotz der Gelenkbewegung auch eine Stabilität zu erzeugen.

Je nachdem wie viel Gewicht wir in der Hand halten, während unsere Gelenke (Schultern, Ellenbogen, Hand) aktiv sind, muss auch stabilisierende Haltearbeit geleistet werden.

Das Zusammenspiel dieser vielen Muskeln funktioniert relativ reibungslos, wenn alle Muskeln gesund und kräftig sind und wenn der Mensch sich gut fühlt. Sobald der Mensch Angst oder Stress empfindet, spannen Muskeln an, die die Gelenkbewegungen stören und die Bewegungen härter und fester werden lassen.

Da wir Menschenaber in einer zivilisierten Welt leben, in der die feine Muskelarbeit nicht mehr wirklich wichtig ist, arbeiten unsere Muskeln insgesamt nicht mehr so sorgfältig miteinander, wie es eigentlich sein sollte.  

In jedem Gelenk des Armes und der Hand kann auf dem Pferd die harte Reiterhand entstehen, wenn die beteiligten Muskeln nicht effektiv zusammen arbeiten.

Harte Gelenkbewegungen entstehen vor allem, wenn Muskeln nicht entspannen, während ein Gelenk bewegt wird. Diese Anspannung ohne Anlass entsteht meistens beim Reitanfänger, der sich auf dem Pferd instinktiv festhalten will. Während des Reitenlernens werden dann die Muskeln lockerer aber eine Restspannung bleibt erhalten, an die wir uns gewöhnen und die wir dann nicht mehr wahr nehmen. Diese Restspannung verhindert die wirklich weiche Reiterhand.


Übung ohne Pferd:

Stelle Dich aufrecht hin. Hebe einen Arm als ob Du einen Baum umfassen würdest. Nun entspanne alle Muskeln, die nicht benötigt werden, um den Arm in dieser Haltung zu belassen.
Fühle in Deinen Hals: Die Schultern sollen entspannt hängen.
Fühle in Deine Schulter: die Muskeln vorne und hinten am Schulterblatt sollten entspannen.
Fühle in Deinen Oberarm: Alle Muskeln rund um Deinen Oberarmknochen sollen entspannt sein.
Fühle in Deinen Unterarm: Alle Muskeln rund um Elle und Speiche sollen entspannt sein
Fühle in Deine Hände: Alle Muskeln sollen entspannt sein.

Nun bewege Deinen Arm langsam und allmählich zur Seite, nach oben und nach unten ohne die runde „Baum Umarmen - Haltung“ aufzugeben und Muskeln anzuspannen, die nicht unbedingt gebraucht werden.

Wiederhole die Übung mit dem anderen Arm.

Wiederhole die Übung auf dem Pferd erst ohne Zügel, dann mit Zügel in der Hand.

Kontrolliere bewusst die Muskelarbeit deines Armes, während Du die Bewegungen mit den Händen machst, die Du üblicherweise während Deiner Reitstunde machst.


Jeder Reiter, der in einem Tai Chi – für Reiter – Seminar diese Übung macht ist sehr erstaunt, wie sehr sich die Bewegungen seiner Hände auf dem Pferd verändern und immer weicher werden.

Das Pferd dankt es durch eine immer weiter zunehmende Leichtrittigkeit, denn es kann die Schutzanspannung aus Angst vor der Reiterhand aufgeben.

Bevor ich Tai Chi gemacht habe, war es mir schon viele Jahre lang sehr wichtig, mit weicher Hand zu reiten doch erst durch das Tai Chi habe ich gelernt, wie viel weicher ich noch werden kann.


Aus- und Fortbildungsangebot für engagierte Reiter und Ausbilder im Pferdesport:

Ausbildung zum PHYSIO-RIDING® Coach
Die Ausbildung des Reitlehrers hat sich in den letzten 100 Jahren den modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die physiologischen Vorgänge im Körper zu wenig angepasst. Der PHYSIO-RIDING® Coach ist ein innovativer Reitlehrer, der über diese Kenntnisse verfügt. Basisausbildung als Fortbildung per Fernkurs möglich.Vom Bzt e.V. zertifizierte, patentrechtlich geschützte Berufsbezeichnung.
Bitte besuchen Sie www.physio-riding.de

Fortbildung „Besser reiten mit Tai Chi, Qigong und mentalem Training“
Neuer Onlinekurs ab September 2013 mit Fortbildungszertifikat des PHYSIO-RIDING®
Umfassende Informationen finden Sie unter www.reiterfitness.de